Geschäftsbericht

24 Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Volkswagen AG lautet auf Euro. Die Aktien sind nennwertlose Stückaktien und lauten auf den Inhaber. Eine Aktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 2,56 € am Gesellschaftskapital. Neben Stammaktien existieren Vorzugsaktien, die mit dem Recht auf eine um 0,06 € höhere Dividende als die Stammaktien, jedoch nicht mit einem Stimmrecht ausgestattet sind.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2006 besteht bis zum 2. Mai 2011 ein Genehmigtes Kapital zur Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Stammaktien von bis zu 90 Mio. €.

Es besteht noch ein Bedingtes Kapital von 7 Mio. € (ursprünglich 40 Mio. €) aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. April 2002. Diese bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der bis zum 15. April 2007 begebenen Wandelschuldverschreibungen ihr Bezugsrecht ausüben.

Durch Beschluss der Außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. Dezember 2009 besteht ein Genehmigtes Kapital bis zum 2. Dezember 2014 zur Ausgabe von neuen auf den Inhaber lautenden Vorzugsaktien von bis zu 179,4 Mio. € (ursprünglich 345,6 Mio. €).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2010 besteht ein Bedingtes Kapital bis zum 21. April 2015 aus der Begebung von bis zu 5 Mrd. € Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen von bis zu 102,4 Mio. €.

Im Berichtszeitraum hat die Volkswagen AG 64.904.498 neue Vorzugsaktien (Nominalwert: 166 Mio. €) im Rahmen einer Kapitalerhöhung ausgegeben. Durch die Kapitalerhöhung verzeichnete die Volkswagen AG einen Mittelzufluss in Höhe von rund 4,1 Mrd. €. Weiterhin hat die Volkswagen AG 40.170 neue Stammaktien (Nominalwert: 102.835 €) aus der Ausübung von Wandelschuldverschreibungen aus der siebten und achten Tranche des Aktienoptionsplans im Rahmen des Aktienoptionsplans ausgegeben.

Das Gezeichnete Kapital setzt sich aus 295.045.567 nennwertlosen Stammaktien und 170.142.778 Vorzugsaktien zusammen und beträgt 1.191 Mio € (Vorjahr: 1.025 Mio. €).

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ENTWICKLUNG DER STAMM- UND VORZUGSAKTIEN UND DES GEZEICHNETEN KAPITALS

 

 

 

 

Stück

 

 

 

2010

 

2009

 

2010

 

2009

Stand am 01.01.

 

400.243.677

 

400.158.487

 

1.024.623.813

 

1.024.405.726

Kapitalerhöhung

 

64.904.498

 

 

166.155.515

 

Aktienoptionsplan

 

40.170

 

85.190

 

102.835

 

218.086

Stand am 31.12.

 

465.188.345

 

400.243.677

 

1.190.882.163

 

1.024.623.813

Die Kapitalrücklage setzt sich aus dem Aufgeld von insgesamt 9.084 Mio. € (Vorjahr: 5.030 Mio. €) aus den Kapitalerhöhungen, dem Aufgeld aus der Begebung von Optionsanleihen von 219 Mio. € sowie einem Einstellungsbetrag von 107 Mio. € aufgrund der in 2006 durchgeführten Kapitalherabsetzung zusammen. Aus dem Aufgeld aus der Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Vorzugsaktien sowie die Ausübung von Wandelschuldverschreibungen aus dem Aktienoptionsplan erhöhte sich die Kapitalrücklage im Geschäftsjahr um 4.055 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). Die Kosten der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2010 haben die Kapitalrücklage unter Berücksichtigung latenter Steuern um 84 Mio. € vermindert. Es wurden keine Beträge aus der Kapitalrücklage entnommen.

AKTIENOPTIONSPLAN

Der Aktienoptionsplan räumt den Begünstigten – dem Vorstand, Top-Management und Management sowie den tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volkswagen AG – das Recht ein, durch Zeichnung von Wandelschuldverschreibungen zum Einzelpreis von 2,56 € Rechte auf den Bezug von Aktien der Volkswagen AG zu erwerben. Jede Schuldverschreibung verbrieft das Recht zur Wandlung in zehn Stammaktien.

Die Wandelschuldverschreibungen werden zum Zeitpunkt der Ausgabe an die Mitarbeiter zum Fair Value bewertet. Die zum Fair Value bewerteten Wandelschuldverschreibungen werden im Personalaufwand und im Eigenkapital erfasst.

Nach dem Auslaufen der ersten sechs Tranchen ergeben sich die Wandelpreise und Wandelzeiträume aus der folgenden Tabelle. Die Angaben zur siebten Tranche sind als Daten des Berichtsjahres verzeichnet, obwohl auch diese Tranche inzwischen ausgelaufen ist.

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WANDELPREISE UND WANDELZEITRÄUME FÜR DIE TRANCHEN DES AKTIENOPTIONSPLANS

 

7. Tranche

 

8. Tranche

*

Die Wandelpreise wurden ab 14.04.2010 aufgrund der durchgeführten Kapitalerhöhung angepasst.

Basiswandelpreis je Aktie

 

37,99

 

58,18

Wandelpreis

 

 

 

 

ab 9. Juli 2007

 

41,79

 

 

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2007

 

43,69

 

 

ab 8. Juli 2008

 

 

 

64,00

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2008

 

45,59

 

66,91

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2009

 

47,49

 

69,82

mit Abschluss der Kapitalerhöhung zum 14. April 2010

 

46,82*

 

69,15*

ab Veröffentlichung des Zwischenberichts zum 30. September 2010

 

 

 

72,06*

Beginn der Wandelfrist

 

09.07.2007

 

08.07.2008

Ende der Wandelfrist

 

01.07.2010

 

30.06.2011

Die Entwicklung der gewährten Ansprüche auf Aktienoptionen ergibt sich aus der folgenden Tabelle:

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Nominalwert der Wandelschuld-
verschreibung

 

Anzahl der Wandelrechte

 

Anzahl der wandelbaren Stammaktien

 

 

 

Stück

 

Stück

Stand am 01.01.2009

 

43.540,48

 

17.008

 

170.080

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

 

 

ausgeübt

 

21.808,64

 

8.519

 

85.190

zurückgegeben

 

12,80

 

5

 

50

Stand am 31.12.2009

 

21.719,04

 

8.484

 

84.840

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2010

 

21.719,04

 

8.484

 

84.840

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

 

 

ausgeübt

 

10.283,52

 

4.017

 

40.170

zurückgegeben

 

94,72

 

37

 

370

Stand am 31.12.2010

 

11.340,80

 

4.430

 

44.300

BEWERTUNG DER WANDELSCHULDVERSCHREIBUNGEN DER SIEBTEN UND ACHTEN TRANCHE

Nach den Übergangsvorschriften des IFRS 2 wurden die Wandelschuldverschreibungen bewertet, die nach der Veröffentlichung des Standardentwurfs am 7. November 2002 gewährt wurden.

Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wird durch ein Binomial-Optionspreismodell, das auf den oben aufgeführten Ausgabe- und Wandlungsbedingungen basiert, ermittelt. Bezüglich des Wandlungsverhaltens der Berechtigten wurde unterstellt, dass gewandelt wird, wenn der Aktienkurs 50 % über dem Wandelpreis liegt. Für die Ermittlung der Fair Values der Wandelschuldverschreibungen wurden historische und implizite Volatilitäten herangezogen, welche im Hinblick auf die erwartete Restlaufzeit der Wandlungsrechte ermittelt wurden. Die verwendeten Prämissen und der ermittelte Fair Value sind in folgender Tabelle dargestellt:

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7. Tranche

 

8. Tranche

Volatilität in %

 

27,50

 

27,50

Risikofreier Zinssatz in %

 

2,57

 

3,77

Dividenden in %

 

3,20

 

3,20

Beizulegender Zeitwert pro Wandelschuldverschreibung in €

 

48,71

 

63,49

Der Fair Value der Wandelschuldverschreibungen wird zeitanteilig über die zweijährige Sperrfrist als Personalaufwand erfasst. Da die Sperrfrist für die achte Tranche bereits 2008 abgelaufen war, wurde in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 kein Personalaufwand erfasst.

Nachfolgend werden die Entwicklung der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen sowie ihre Ausübungspreise dargestellt.

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Durchschnittlicher Wandelpreis je Wandelschuld- verschreibung*

 

Wandelschuld- verschreibungen

 

 

 

Stück

*

Wandelpreis je zehn Aktien.

Stand am 01.01.2009

 

556,27

 

17.008

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

gewährt

 

 

zurückgegeben

 

669,10

 

5

ausgeübt

 

521,41

 

8.519

Stand am 31.12.2009

 

618,53

 

8.484

davon ausübbar

 

618,53

 

8.484

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2010

 

618,53

 

8.484

Im Geschäftsjahr

 

 

 

 

gewährt

 

 

zurückgegeben

 

698,20

 

37

ausgeübt

 

533,69

 

4.017

Stand am 31.12.2010

 

720,60

 

4.430

davon ausübbar

 

720,60

 

4.430

Für 5.103 Wandelschuldverschreibungen erhöhte sich im Jahr 2010 der durchschnittliche Wandelpreis um 224,00 €.

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Wandelpreis je Wandelschuld- verschreibung*

 

Wandelschuld- verschreibungen

2010

 

 

Stück

*

Wandelpreis je zehn Aktien.

7. Tranche

 

468,20

 

8. Tranche

 

720,60

 

4.430

 

 

 

 

4.430

VERÄNDERUNG DER RÜCKLAGEN AUS DIREKT IM EIGENKAPITAL ERFASSTEN ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN

Nachfolgend wird die Veränderung der Rücklagen dargestellt, die durch direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen gebildet werden:

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VW Aktionäre

 

Minderheiten

 

Gesamt

 

VW Aktionäre

 

Minderheiten

 

Gesamt

Mio. €

 

 

 

 

 

2010

 

 

 

 

 

2009

Währungsumrechnungsdifferenzen

 

1.716

 

261

 

1.978

 

839

 

135

 

975

Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste

 

–1.311

 

–33

 

–1.344

 

–851

 

–9

 

–860

darauf latente Steuern

 

384

 

9

 

393

 

247

 

2

 

249

Cash-flow-Hedges

 

–1.130

 

–5

 

–1.136

 

–361

 

136

 

–225

darauf latente Steuern

 

332

 

1

 

333

 

83

 

–37

 

46

Marktbewertung Wertpapiere

 

–34

 

 

–34

 

271

 

 

271

darauf latente Steuern

 

10

 

 

10

 

–80

 

 

–80

At-Equity bewertete Anteile nach Steuern

 

516

 

 

516

 

30

 

 

30

DIVIDENDENVORSCHLAG

Die Dividendenausschüttung der Volkswagen AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Volkswagen AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Nach dem handelsrechtlichen Abschluss der Volkswagen AG ist ein Bilanzgewinn von 1.039 Mio. € ausschüttungsfähig. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn eine Dividende von insgesamt 1.034 Mio. €, das bedeutet 2,20 € je Stammaktie und 2,26 € je Vorzugsaktie, auszuschütten. Erst mit Beschluss der Hauptversammlung entsteht den Aktionären ein Anspruch.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine Dividende in Höhe von 1,60 € je Stammaktie und 1,66 € je Vorzugsaktie ausgeschüttet.

ANTEILE VON MINDERHEITEN AM EIGENKAPITAL

Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern (nicht beherrschende Anteile) am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf Anteilseigner an der Scania AB. 13,35 % des Kapitals an Scania werden von der MAN SE gehalten, die selbst assoziiertes Unternehmen des Volkswagen Konzerns ist.

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