Geschäftsbericht

Aktie und Anleihen

Erfreuliche Kursentwicklung für die Aktionäre der Volkswagen AG

Für die Aktionäre der Volkswagen AG war 2010 ein durchweg positives Geschäftsjahr. Im Mittelpunkt standen die Ausgabe neuer Vorzugsaktien und der Weg hin zum integrierten Automobilkonzern mit Porsche. Die Kurse der Stamm- und der Vorzugsaktien stiegen deutlich.

KAPITALERHÖHUNG ERFOLGREICH PLATZIERT

Am 16. April 2010 hat die Volkswagen AG ihre Kapitalerhöhung mit einem Nettoerlös in Höhe von 4,1 Mrd. € erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge dieser Kapitalmaßnahme wurden insgesamt 64,9 Mio. neue Volkswagen Vorzugsaktien mit Bezugsrecht unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals ausgegeben. Bezugsrechte für die neuen Aktien waren sowohl den Volkswagen Stamm- als auch den Vorzugsaktionären eingeräumt worden. Durch die Kapitalerhöhung stieg die Anzahl der Vorzugsaktien im Jahresvergleich von 105.238.280 auf 170.142.778.

Die Kapitalerhöhung ist ein entscheidender Schritt bei der geplanten Schaffung des integrierten Automobilkonzerns mit Porsche. Mit dem Nettoemissionserlös wurde die Kapitalausstattung des Volkswagen Konzerns verbessert, seine finanzielle Stabilität gestärkt und das Rating des Konzerns gestützt.

Alle neuen Aktien wurden vorab im Rahmen eines öffentlichen Angebots in Deutschland und einer Privatplatzierung für institutionelle Investoren im Ausland im Zuge eines sogenannten „beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens“ platziert. Diese Vorabplatzierung der neuen Volkswagen Vorzugsaktien war möglich, weil die Hauptaktionäre der Volkswagen Stammaktien ihre Bezugsrechte den federführenden Banken im Vorfeld der Transaktion übertragen hatten. Diese hatten sich wiederum verpflichtet, die Bezugsrechte nicht auszuüben, sodass die neuen Aktien bei Investoren platziert werden konnten. Die restlichen neuen Volkswagen Vorzugsaktien unterlagen einem sogenannten Rücktrittsvorbehalt, bei dem die Bezugsrechtsinhaber, die innerhalb der Bezugsrechtsperiode ihr Bezugsrecht ausüben wollten, die neuen Volkswagen Vorzugsaktien trotz der Vorabplatzierung erfolgreich zeichnen konnten.

Die neuen Volkswagen Vorzugsaktien stießen weltweit auf großes Interesse, vor allem bei Investoren aus Großbritannien und den USA. Der Vorabplatzierungspreis und gleichzeitige Bezugspreis betrug 65,00 € je Vorzugsaktie.

In der Bezugsrechtsperiode wurden 99,3 % aller Streubesitzbezugsrechte ausgeübt, die im Vorfeld der Transaktion nicht auf die Konsortialbanken übertragen worden waren. Diese hohe Quote unterstreicht das große Interesse am Volkswagen Konzern und der Volkswagen Vorzugsaktie.

Die Transaktionsstruktur hatte für die Aktionäre der Volkswagen AG zahlreiche Vorteile: Aufgrund des geringen Kursabschlags mussten weniger neue Aktien ausgegeben werden, um den anvisierten Emissionserlös zu erzielen, als bei einer Bezugsrechtskapitalerhöhung ohne Vorabplatzierung. Daher wurde der Gewinn je Aktie durch die Kapitalmaßnahme nur leicht verwässert.

Mit der Kapitalerhöhung wurde die im DAX gelistete Volkswagen Vorzugsaktie als die liquidere Volkswagen Aktiengattung bestätigt.

AKTIENMÄRKTE WELTWEIT

Das Jahr 2010 entwickelte sich für Anleger an den internationalen Aktienmärkten durchwachsen. Die freundliche Stimmung, die in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2009 geherrscht hatte, kühlte sich in den ersten Wochen des Jahres 2010 ab. Da die Marktakteure aufgrund der angespannten finanziellen Situation einiger Euro-Mitgliedsstaaten verunsichert waren, gaben die Kurse bis in den Februar hinein deutlich nach. Der DAX fiel in dieser Phase bis unter die Marke von 5.500 Punkten. Ende Februar setzte an den Märkten eine Aufwärtsbewegung ein, die bis zum Ende des ersten Quartals anhielt.

Im zweiten Quartal waren die Aktienmärkte von hoher Volatilität gekennzeichnet. Positive Impulse, die aus guten Quartalsergebnissen der Unternehmen resultierten, wurden im April und Mai von der weiterhin angespannten finanziellen Situation einiger Euroländer überdeckt. Ende Mai hellte sich die Stimmung unter den Marktteilnehmern wieder auf. Bis in den Juni hinein stiegen die Kurse, bevor sie gegen Ende des zweiten Quartals wieder nachgaben. Der DAX pendelte im zweiten Quartal 2010 mit einigen größeren Ausschlägen nach oben und unten um die 6.000-Punkte-Marke.

Im dritten Quartal des Jahres 2010 blieben die internationalen Aktienmärkte weiterhin volatil, zeigten jedoch einen insgesamt positiven Trend. Vor allem gute Unternehmensergebnisse führten zu Beginn des Quartals dazu, dass die Kurse bis in den August hinein stiegen.

Das vierte Quartal war durch einen anhaltenden Aufwärtstrend gekennzeichnet. Die sich erholende Konjunktur führte überwiegend zu guten Ergebnissen der Unternehmen. In dieser Phase näherte sich der deutsche Leitindex DAX kontinuierlich der 7.000-Punkte-Marke und notierte zeitweise sogar darüber.

Am Jahresende 2010 lag der DAX bei 6.914 Punkten und damit 16,1 % über dem Vorjahreswert. Der DJ Euro STOXX Automobile schloss am 31. Dezember 2010 bei 332 Punkten; das entspricht einem Zuwachs von 43,0 % gegenüber dem Stand am Jahresende 2009.

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