Geschäftsbericht

Geschäftsverlauf

Erstmals mehr als 7 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert

Sowohl die Weltwirtschaft insgesamt als auch die Automobilbranche haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weitgehend von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Der Volkswagen Konzern nutzte diese Entwicklung, um seine Marktposition weiter zu stärken: Die Fahrzeugauslieferungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 13,7 % und überschritten erstmals die 7-Millionen-Marke.

ERHOLUNG DER WELTWIRTSCHAFT SETZT SICH FORT

Die Weltwirtschaft hat sich 2010 schneller als erwartet von dem deutlichen Einbruch des Vorjahres erholt. Obwohl in vielen Ländern die staatlichen Konjunkturprogramme ausliefen, führten die weiterhin expansive Geldpolitik und der rasche Aufschwung in den Schwellenländern zu einem überdurchschnittlich starken Wachstum der Weltwirtschaft. Die Rohstoff- und Ölpreise legten zwar deutlich zu, die Inflationsraten blieben jedoch in den meisten Ländern relativ niedrig. Der Welthandel wuchs wieder zweistellig, wovon Deutschland als exportstarkes Land im besonderen Maße profitierte. Insgesamt betrug das Weltwirtschaftswachstum circa 4,1 % nach –1,9 % im Vorjahr.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-Veränderung in Prozent
Wirtschaftswachstum (Liniendiagramm)

Nordamerika

Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,6 % im Jahr 2009 verzeichnete die US-Wirtschaft im Berichtsjahr ein Wachstum von 2,9 %. Die hohe Arbeitslosigkeit sank trotz der äußerst expansiven Geldpolitik der Regierung nur wenig. Der US-Dollar verlor gegenüber dem Euro nach seinem Jahreshöchststand im Juni wieder deutlich an Wert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Kanada stieg um 2,9 (–2,5) %; das Wachstum der mexikanischen Wirtschaft betrug 5,4 (–6,1) %.

Südamerika

Mit einem Wachstum von 7,5 (–0,6) % in Brasilien und 8,3 (0,9) % in Argentinien verlief der Erholungsprozess in den großen Volkswirtschaften Südamerikas sehr dynamisch. Während in Brasilien die durchschnittliche Inflationsrate auf Vorjahresniveau lag, beschleunigte sich in Argentinien die Inflation deutlich.

Asien-Pazifik

Wie schon im Jahr 2009 verzeichneten die asiatischen Schwellenländer auch 2010 die weltweit höchsten Wachstumsraten, das Expansionstempo verlangsamte sich jedoch zum Jahresende leicht. Das Bruttoinlandsprodukt Chinas stieg mit 10,3 (9,2) % erneut stärker als im Vorjahr. Japan verbuchte nach dem hohen BIP-Rückgang von 6,3 % im Jahr 2009 ein positives Wachstum von 4,3 %, wobei jedoch die deflationären Tendenzen anhielten. Indiens Wirtschaft wuchs kräftig um 8,5 (6,5) %.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2009 BIS DEZEMBER 2010
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2009 = 100
Devisenkursentwicklung von Dezember 2009 bis Dezember 2010 (Liniendiagramm)

Europa/Übrige Märkte

Westeuropa verzeichnete mit 1,8 (–4,1) % nur ein geringes BIP-Wachstum, das aber höher ausfiel als zu Jahresbeginn erwartet. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Euroraum stieg von 9,4 % im Jahr 2009 auf 10,0 % im Berichtsjahr. In Zentral- und Osteuropa lag die Zuwachsrate des BIP im Durchschnitt bei 4,1 (–5,5) %, wobei sich das BIP in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich entwickelte.

Südafrika konnte mit einem Wachstum von 2,7 (–1,7) % die Rezession schneller als erwartet überwinden, obwohl die deutliche Aufwertung des Rand diese Entwicklung sogar noch bremste.

Deutschland

Deutschland erreichte dank seiner Exportstärke im Berichtsjahr mit einem Plus von 3,6 (–4,7) % eine der höchsten BIP-Wachstumsraten der großen Industrieländer. Im zweiten Halbjahr belebte neben den deutlich niedrigeren Arbeitslosenzahlen die positive Einkommensentwicklung den privaten Konsum.

nach oben
Deutsch | English
Download Manager
Sammeln Sie Dateien zum gemeinsamen Download.
Kennzahlenvergleich
Erstellen Sie Ihre eigene Kennzahlenübersicht.