Geschäftsbericht

Auftragslage des Volkswagen Konzerns in Westeuropa

In Westeuropa (einschließlich Deutschland) blieb die Nachfrage nach Konzernmodellen im Berichtsjahr unter der des Vorjahres. Der Rückgang ist vor allem auf das Ende der in Deutschland gewährten Umweltprämie zurückzuführen, die 2009 zu einem erheblichen Anstieg der Nachfrage geführt hatte. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Auftragseingängen für Westeuropa insgesamt wider, die gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % zurückgingen. In Westeuropa ohne Deutschland verzeichnete der Volkswagen Konzern dagegen einen Anstieg der Auftragseingänge von 6,7 %.

Die Auftragsbilanz des Volkswagen Konzerns zum 31. Dezember 2010: inländischer Auftragsbestand 269.800 Fahrzeuge und 380.500 vorliegende Bestellungen aus dem westeuropäischen Ausland. Der Auftragsbestand war damit um 29,1 % höher als am Vorjahresstichtag.

ABSATZ AN DIE HANDELSORGANISATION

Im Geschäftsjahr 2010 setzte der Volkswagen Konzern – einschließlich der Joint Ventures in China – weltweit 7.278.440 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab. Das entspricht einem Anstieg um 15,4 % im Vergleich zum Vorjahr, das stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise beeinträchtigt gewesen war. Im Ausland wurden 23,8 % mehr Einheiten abgesetzt, im Inland aufgrund der ausgelaufenen staatlichen Umweltprämie 17,8 % weniger Fahrzeuge. Die Inlandsquote belief sich auf 14,6 (20,4) %.

Mit 789.673 weltweit an die Handelsorganisation abgesetzten Einheiten und einem Anteil von 10,8 % am Konzernabsatz war der Golf auch im Berichtsjahr unser Hauptvolumenträger. Die Modelle Polo, Sharan, Tiguan, Touareg, Audi A5 Sportback, Audi Q5, Audi Q7, Audi A8, Škoda Superb, SEAT Exeo und Multivan/Transporter verzeichneten deutliche Zuwächse. Zudem waren die in China angebotenen Versionen der Modelle Passat und Jetta sowie der Santana sehr gefragt.

PRODUKTION

Der Volkswagen Konzern stellte im Berichtsjahr weltweit 7.357.505 Fahrzeuge her. Das waren 21,5 % mehr als im Vorjahr, in dem wir das Fertigungsvolumen an die kritische Marktsituation angepasst hatten. Die positive Entwicklung in China führte dazu, dass unsere chinesischen Gemeinschaftsunternehmen ihr Produktionsvolumen um 37,9 % steigerten. Auch in unseren Produktionsstätten in Deutschland, Spanien, Tschechien, Mexiko und Südafrika erhöhten sich die Fertigungszahlen deutlich. Der Anteil der im Inland produzierten Fahrzeuge belief sich auf 28,7 (32,0) %. Durchschnittlich fertigten unsere Werke weltweit 29.608 Fahrzeuge pro Tag; das entspricht einem Anstieg von 14,0 % gegenüber dem Vorjahr. Nicht enthalten in diesen Produktionszahlen sind die in den Daimler-Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde gefertigten Modelle des am Markt sehr erfolgreichen Crafter und des in Kooperation mit Chrysler in den USA gebauten Routan.

LAGERBESTÄNDE

Wegen der erfreulichen Nachfrageentwicklung auf den weltweiten Automobilmärkten haben wir unser Produktionsvolumen im Berichtsjahr deutlich gesteigert. Daraus ergab sich ein Lageraufbau bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei den unfertigen Erzeugnissen. Die weltweiten Fahrzeugbestände bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lagen zum 31. Dezember 2010 über denen des Vorjahres.

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