Geschäftsbericht

Entwicklung der Automobilmärkte

Für das Jahr 2011 rechnen wir damit, dass sich die Automobilmärkte in den einzelnen Regionen unterschiedlich entwickeln werden. Insgesamt wird die weltweite Nachfrage nach Neufahrzeugen im Jahr 2011 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Auch im Jahr 2012 erwarten wir eine insgesamt positive Entwicklung.

In einigen westeuropäischen Ländern werden die Staatsverschuldung und das Auslaufen von Stützungsprogrammen im Jahr 2011 die Nachfrage nach Neufahrzeugen belasten. Gleichzeitig werden die exportorientierten Volkswirtschaften der Region Westeuropa von der robusten Entwicklung in Asien profitieren; die Märkte dort haben sich 2010 schneller erholt als angenommen. Auf den strategisch wichtigen Märkten in China und Indien erwarten wir eine weiterhin positive Entwicklung, auch für Nord- und Südamerika rechnen wir mit einer höheren Fahrzeugnachfrage.

Im Jahr 2012 werden die negativen Effekte, die aus dem Ende der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen resultieren, nachlassen. Wir gehen deshalb davon aus, dass die Pkw-Nachfrage insbesondere in den Regionen, in denen der Volkswagen Konzern präsent ist, weiter steigen wird.

Der Volkswagen Konzern ist für diese heterogene Entwicklung der Automobilmärkte gut gerüstet. Wir sind überzeugt, dass unsere breite Produktpalette mit verbrauchsoptimierten Motoren der neuesten Generation uns weltweit einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Wir verfolgen konsequent das Ziel, jedem Kunden Mobilität und Innovationen nach seinem Bedarf anzubieten und unsere Wettbewerbsposition nachhaltig zu stärken.

Nordamerika

Für das Jahr 2011 erwarten wir, dass sich das Konjunkturklima in den USA weiter von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise erholen wird. Die Marktentwicklung bleibt jedoch von hohen Kraftstoffpreisen und der zurückhaltenden Kreditvergabe beeinträchtigt. Aufgrund des steigenden Verbrauchervertrauens gehen wir für das Jahr 2011 dennoch von einer leicht positiven Tendenz auf dem US-amerikanischen Automobilmarkt aus, die sich 2012 – mit zunehmender Konsolidierung der Wirtschaft – fortsetzen sollte. Auch auf dem kanadischen und dem mexikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge wird es voraussichtlich weitere Impulse für eine Belebung der Nachfrage geben.

Südamerika

Die weltweite wirtschaftliche Stabilisierung wird sich auch auf die südamerikanischen Märkte positiv auswirken. Für die Jahre 2011 und 2012 gehen wir davon aus, dass vor allem Brasilien von der weiterhin starken Rohstoffnachfrage profitiert und die Nachfrage nach Neufahrzeugen dort moderat steigt.

Asien-Pazifik

Für die Märkte im Raum Asien-Pazifik sehen wir für die Jahre 2011 und 2012 weiterhin Wachstumspotenzial. Insbesondere auf den Märkten in China und Indien wird der steigende Bedarf nach individueller Mobilität die Nachfrage erhöhen. Allerdings können steigende Rohstoffpreise, verschärfte Emissionsstandards sowie eine Reduzierung der staatlichen Unterstützung die Automobilnachfrage beeinträchtigen. Zusätzlich gehen wir davon aus, dass sich angekündigte Zulassungsbeschränkungen in Ballungsgebieten dämpfend auf das Wachstum in China auswirken. In Japan erwarten wir im Jahr 2011, nach dem Auslaufen des Unterstützungsprogramms im Jahr 2010, einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Automobilen, bevor der Markt ab 2012 wieder zunehmen wird.

Europa/Übrige Märkte

Für Westeuropa gehen wir von einer uneinheitlichen Entwicklung aus. Ein Teil der westeuropäischen Länder erholt sich schneller als ursprünglich erwartet. Hingegen wird das Auslaufen der Anreizprogramme einige Kernmärkte Europas – zum Beispiel Großbritannien und Frankreich – auch im Jahr 2011 beeinträchtigen, da viele Fahrzeugkäufe in das Jahr 2009 beziehungsweise in die erste Hälfte des Jahres 2010 vorgezogen wurden. Die negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Automobilmärkte werden damit teilweise in das Jahr 2011 verlagert. In einigen anderen Hauptmärkten – beispielsweise in Spanien und Italien – wird die Erholung durch die hohe Staatsverschuldung sowie massive Sparmaßnahmen der Regierungen gebremst werden. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die Pkw-Nachfrage in Westeuropa 2011 rückläufig sein wird. Im Jahr 2012 werden die negativen Effekte, die aus dem Ende der staatlichen Unterstützungsmaßnahmen resultieren, nachlassen, sodass die Nachfrage dann wieder zunehmen wird.

Für die Märkte in Zentral- und Osteuropa rechnen wir ab dem Jahr 2011 mit erneutem Wachstum. Vor allem die Automobilnachfrage in Russland erholt sich nach der Wirtschaftskrise zügig. Nachdem der Automobilmarkt dort 2009 um die Hälfte eingebrochen war, befindet sich die Nachfrage seit Mitte 2010 wieder auf Wachstumskurs – unterstützt durch das im März 2010 eingeführte Konjunkturprogramm und eine subventionierte Kreditvergabe für Fahrzeugkäufe.

Der südafrikanische Automobilmarkt wird 2011 von einer nachhaltigen wirtschaftlichen Stabilisierung profitieren. Wir erwarten jedoch, dass das Marktwachstum ab 2012 wieder etwas nachlässt, da aufgrund der steigenden Verbraucherpreise ab Ende 2011 eine Zinserhöhung wahrscheinlich ist.

Deutschland

Der deutsche Pkw-Markt wurde 2009 besonders stark von der staatlichen Umweltprämie begünstigt. Nach Auslaufen des Programms brach die Nachfrage 2010 erwartungsgemäß ein, jedoch weniger stark als befürchtet. Dies ist vor allem auf ein wieder gewachsenes Verbrauchervertrauen und die anziehende Konjunktur zurückzuführen. Aufgrund der nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnen wir für das Jahr 2011 mit einer steigenden Pkw-Nachfrage in Deutschland. Dieser Trend sollte sich auch 2012 fortsetzen.

ENTWICKLUNG DER MÄRKTE FÜR SCHWERE LKW

Nach dem Anstieg der Nachfrage nach schweren Lkw im Jahr 2010 erwarten wir auch für 2011 und 2012 eine Wachstumssteigerung auf den globalen Märkten.

Getragen durch den wirtschaftlichen Aufschwung wird die Nachfrage in den USA weiterhin anziehen.

Auf dem brasilianischen Markt ist aufgrund der nachhaltig guten Konjunktur sowie der bestehenden staatlichen Förderungsmaßnahmen von einem steigenden Absatz auszugehen.

Nach dem rasanten Wachstum im Jahr 2010 wird sich der Bedarf in China auch künftig positiv entwickeln, da die Logistikströme insbesondere im Fernverkehr zunehmen werden.

In Westeuropa gehen wir von einem erhöhten Absatzvolumen aus, das im Wesentlichen aus der positiven Konjunkturentwicklung und der Erneuerung der Flotten aufgrund verschobener Ersatzinvestitionen resultiert.

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