Geschäftsbericht

Vermögenslage

BILANZSTRUKTUR DES KONZERNS

Am 31. Dezember 2010 übertraf die Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns mit 199,4 Mrd. € den Vergleichswert des Vorjahres um 12,5 %. Aufgrund der Geschäftsausweitung und der durchgeführten Kapitalerhöhung trug der Konzernbereich Automobile in größerem Maße zu dieser Entwicklung bei.

Unten ist die Struktur der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010 grafisch dargestellt. Die Eigenkapitalquote des Volkswagen Konzerns belief sich auf 24,4 (21,1) %.

STRUKTUR DER KONZERNBILANZ 2010
in Prozent
Struktur der Konzernbilanz 2010 (Balkendiagramm)

BILANZSTRUKTUR IM AUTOMOBILBEREICH

Im Dezember 2009 hat die Volkswagen AG 49,9 % der Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH, Stuttgart, erworben. Die Porsche Zwischenholding GmbH hält 100 % der Anteile an der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart. Volkswagen teilt sich auf Basis gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen mit der Porsche Automobil Holding SE die Beherrschung der Porsche Zwischenholding GmbH und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Anteile an der Porsche Zwischenholding GmbH wurden nach der Equity-Methode bewertet.

Mit Wirkung zum 15. Januar 2010 hatte Volkswagen 19,89 % der Aktien an der Suzuki Motor Corporation, Hamamatsu, Japan, zu einem Kaufpreis von 1,7 Mrd. € erworben. Nach der Ausübung ausstehender Wandelschuldverschreibungen anderer Investoren war der Anteil von Volkswagen an Suzuki zwischenzeitlich auf 19,37 % gesunken. Durch den Kauf weiterer Aktien war der Anteil zum 30. Juni 2010 wieder auf 19,89 % erhöht worden. Die Bewertung der Anteile erfolgt nach der Equity-Methode. Eine Allokation des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden von Suzuki wurde bisher nur vorläufig vorgenommen.

Am Ende des Geschäftsjahres 2010 waren die Langfristigen Vermögenswerte des Automobilbereichs um 18,5 % höher als im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Bilanzwerte unserer At-Equity-bilanzierten Beteiligungen zurückzuführen. Die Sachanlagen nahmen aufgrund des Ausbaus neuer Produktionsstätten um 5,7 % zu. Die Geschäftsausweitung trug dazu bei, dass die Kurzfristigen Vermögenswerte um 11,5 % über dem Wert des Vorjahresstichtags lagen.

Das Eigenkapital vor Anteilen von Minderheitsgesellschaftern des Konzernbereichs Automobile betrug am Ende des Berichtsjahres 37,0 Mrd. €; der Anstieg um 35,6 % im Vergleich zum 31. Dezember 2009 resultierte im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung sowie der positiven Ergebnisentwicklung. Belastend wirkten sich hingegen höhere im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste bei Pensionsrückstellungen sowie der Rückgang der Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente aus. Das Eigenkapital inklusive der Anteile von Minderheitsgesellschaftern, die im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter an Scania entfielen, übertraf mit 39,5 Mrd. € den Vergleichswert des Vorjahresstichtags um 10,3 Mrd. €. Mit 35,5 (30,2) % lag die Eigenkapitalquote über dem Vorjahreswert. Insbesondere höhere Pensionsrückstellungen führten dazu, dass die Langfristigen Schulden insgesamt um 7,2 % zunahmen. Innerhalb der Kurzfristigen Schulden, die aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung um 6,0 % stiegen, gingen die Finanzschulden deutlich zurück. Die Werte des Automobilbereichs enthalten auch die Eliminierung konzerninterner Beziehungen zwischen den Konzernbereichen Automobile und Finanzdienstleistungen. Da die kurzfristigen Finanzschulden des originären Konzernbereichs Automobile geringer waren als die an den Finanzdienstleistungsbereich gewährten Darlehen, war der auszuweisende Wert für den Berichtszeitraum negativ.

Die Bilanzsumme des Konzernbereichs Automobile übertraf am 31. Dezember 2010 mit 111,5 Mrd. € den Vergleichswert 2009 um 15,3 %.

BILANZSTRUKTUR IM FINANZDIENSTLEISTUNGSBEREICH

Am Ende des Geschäftsjahres 2010 war die Bilanzsumme des Finanzdienstleistungsbereichs mit 87,9 Mrd. € um 7,4 Mrd. € höher als ein Jahr zuvor. Die Langfristigen Vermögenswerte stiegen um 9,2 %; die Zunahme resultierte im Wesentlichen aus wechselkurs- und volumenbedingt höheren Forderungen aus Finanzdienstleistungen und Vermieteten Vermögenswerten. Die Kurzfristigen Vermögenswerte lagen um 9,1 % über dem Wert vom Jahresende 2009. Gestiegene Forderungen aus Finanzdienstleistungen wirkten sich erhöhend aus. Die Zahlungsmittel gingen auf 1,3 (1,9) Mrd. € zurück. Insgesamt entfielen am Bilanzstichtag rund 44 % der Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns auf den Finanzdienstleistungsbereich.

Am 31. Dezember 2010 belief sich das Eigenkapital des Konzernbereichs Finanzdienstleistungen auf 9,2 (8,2) Mrd. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus dem verbesserten Ergebnis, positiven Effekten aus der Währungssicherung und aus einer Kapitalerhöhung durch die Volkswagen AG. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 10,4 (10,2) %. Die Langfristigen Schulden nahmen vor allem aufgrund volumen- und wechselkursbedingt gestiegener Finanzschulden um 2,3 % zu. Auch in den Kurzfristigen Schulden wirkten sich die Geschäftsausweitung und Wechselkurseffekte erhöhend aus. Das Einlagevolumen der Volkswagen Bank direct stieg um 0,6 Mrd. € auf 18,9 Mrd. €. Das Verhältnis von Kreditstand zu Eigenkapital (debt-to-equity ratio) lag unverändert bei 8:1.

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