Geschäftsbericht

Synergien und Allianzen

Effizienzsteigerung durch Synergien

Der Volkswagen Konzern setzt seine weltweite Modelloffensive konsequent fort. Um neue Fahrzeuge für bereits bestehende und noch zu erschließende Märkte effizient zu konzipieren, stehen den einzelnen Marken des Volkswagen Konzerns sogenannte Modulbaukästen zur Verfügung. Sie gewährleisten, dass Synergieeffekte sowohl zwischen Modellen einer Baureihe als auch baureihen- und markenübergreifend optimal genutzt und gesteigert werden.

Die Marke Audi hat bereits Fahrzeuge entwickelt, die auf dem Modularen Längsbaukasten (MLB) basieren. Alle diese Modelle haben einen Motor, der längs zur Fahrtrichtung eingebaut ist. Mit dem Modularen Querbaukasten (MQB) – dem nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der markenübergreifenden Plattform- und Modulstrategie – lassen sich Fahrzeuge konzipieren, deren Architektur die Anordnung des Motors quer zur Fahrtrichtung vorsieht. Der MQB erfüllt den steigenden Anspruch der Kunden an eine Vielfalt bei Modellen, Ausstattung und Design. Durch die Modularisierung der Karosserie lassen sich Fahrzeuge in verschiedenen Stufen bei Länge, Breite und Radstand produzieren – was sich positiv auf den Fertigungsprozess auswirkt. Im Gegenzug reduziert der MQB die Komplexität, die anfallenden Kosten und den Entwicklungsaufwand. Im Oktober 2010 wurde in der Karosseriefertigung am Standort Wolfsburg die konzernweit erste MQB-Plattform in einer großserientauglichen Fertigungsanlage geschweißt. Inzwischen bereiten wir uns darauf vor, die neue standardisierte Fertigungstechnologie auf Basis des MQB in die Serienproduktion zu integrieren. In den kommenden Jahren wird der MQB das technische Fundament für über 30 Konzernmodelle der Kompakt- und Mittelklasse sein.

Auch auf anderen Gebieten des Automobilbaus setzt sich der Modulgedanke immer mehr durch. Im Bereich der Aggregate finden standardisierte Modulbaukästen ebenso Anwendung wie in der Elektronik. So tragen beispielsweise der Modulare Infotainment-Baukasten (MIB) und der Modulare Diesel-Baukasten (MDB) zu einer noch effizienteren Fahrzeugkonzeption bei.

Gebündelte Kräfte dank strategischer Allianzen

Die bestehenden Kooperationen auf dem Gebiet der Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, der Daimler AG und der Chrysler Group haben wir 2010 fortgeführt. Zudem sind wir mit der Suzuki Motor Corporation eine langfristige strategische Partnerschaft eingegangen.

Um auch die Entwicklung von Hochvolt-Batteriesystemen für Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge voranzutreiben, haben wir 2010 die Zusammenarbeit mit zahlreichen kompetenten Batterieherstellern angestrebt oder intensiviert. Volkswagen gründete zusammen mit dem Partner VARTA Microbattery GmbH in Ellwangen die gemeinsame VOLKSWAGEN VARTA Microbattery Forschungsgesellschaft mbH & Co KG. Ihr Ziel: automobiltaugliche Batteriezellen sowie die dazugehörige Fertigungstechnologie zu erforschen und zu entwickeln. Darüber hinaus haben wir unter Einbindung zahlreicher Hochschulen, wie dem Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster, unsere Kompetenzen auf dem Gebiet der Elektrotraktion ausgebaut.

Im Bereich der erneuerbaren Biokraftstoffe der zweiten Generation bestehen weiterhin Kooperationen mit CHOREN Industries und der Firma IOGEN. An CHOREN Industries ist Volkswagen seit dem Jahr 2007 finanziell beteiligt.

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