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Der das Lachen bringt.

Raúl Javales hat zwei Gesichter. Als Leiter der Strategischen Planung kümmert er sich bei Volkswagen Financial Services in Brasilien um Strategie, Business Intelligence und Projektmanagement. Nach Feierabend ist er regelmäßig „Dr. Pennebuco Beija-Flor“, der Krankenhaus-Clown.

Raúl Javales hat zwei Gesichter. Als Leiter der Strategischen Planung kümmert er sich bei Volkswagen Financial Services in Brasilien um Strategie, Business Intelligence und Projektmanagement. Nach Feierabend ist er regelmäßig der Krankenhaus-Clown. (Foto)

„Gestatten, Dr. Pennebuco Beija-Flor!“ Raúl Javales trägt einen Arztkittel, das Gesicht ist als Clown geschminkt, sein Name pure Fantasie. „Wie kann ich helfen?“, fragt er eine Patientin. Die entgegnet: „Können Sie mein Gesicht verschönern?“ Dr. Pennebuco Beija-Flor bittet die Dame, die Augen zu schließen, und setzt ihr seine rote Clownsnase auf. „Fertig!“ Herzhaftes Lachen erfüllt das Krankenzimmer.

Zweimal pro Monat ist Raúl Javales im „Hospital das Clínicas“ von São Paulo für einige Stunden Dr. Clown. Ehrenamtlich, im Dienst der Citizen Doctors – mit 1.200 Mitgliedern die größte Initiative von Krankenhaus-Clowns weltweit. Sie verschaffen schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen etwas Ablenkung von ihren Sorgen. „Bei vielen dieser Patienten geht es um Leben und Tod – und doch lachen sie“, erzählt Javales und fügt nachdenklich hinzu: „Man kann von ihnen einiges lernen.“ Sein Job ohne Schminke und rote Nase: Leiter der Strategischen Planung bei Volkswagen Financial Services in Brasilien. Das Unternehmen unterstützt sein Ehrenamt, der Blick über den Tellerrand ist gewünscht – daher kann Raúl Javales hin und wieder sogar ein Meeting vorzeitig verlassen, wenn die Patienten im Krankenhaus auf ihren Dr. Pennebuco Beija-Flor warten.

„Mobilität als umfassende Dienstleistung ist für uns ein echter Wachstumsmarkt.“ Raúl Javales, Leiter Strategische Planung Volkswagen Financial Services AG Brasilien (Zitat)

EINE LOTTERIE, BEI DER ALLE GEWINNEN

Für die Arbeit als Dr. Clown ließ sich Raúl Javales mehrere Monate lang ausbilden. Etwas mit vollem Einsatz zu tun, zählt für ihn im Privaten wie im Job. Dass Volkswagen Financial Services in Brasilien als der am stärksten spezialisierte Fahrzeugfinanzierer gilt, erzählt Javales stolz und selbstbewusst. „Wir sind auf permanentem Wachstumskurs und verfügen dabei über das größte Know-how rund um die automobile Finanzdienstleistung.“

Der Marktanteil des Volkswagen Konzerns liegt in Brasilien bei mehr als 20 Prozent. Die Produkte des Finanzdienstleistungsbereichs sind in diesem Wachstumsmarkt wichtige Instrumente der Absatzförderung – zum Beispiel der „Consorcio“. „Consorcio ist eines der typischsten und attraktivsten Finanzprodukte in Brasilien“, erklärt Javales. Beim Consorcio verpflichten sich Privatpersonen als Gruppe, gemeinsam auf neue Autos zu sparen. Modelle und Preise werden bei Vertragsabschluss festgelegt, Volkswagen Financial Services sichert das Vorhaben gegen etwaige Inflationsrisiken ab. Wann die Teilnehmer ihr Auto jeweils erhalten, entscheidet die Glücksfee: Jeden Monat werden zwei Pkw verlost. Bei 100 Teilnehmern bedeutet dies im Höchstfall 50 Monate sparen. Spätestens dann steht das neue Auto vor der Tür. Seit 1976 wurden über diese in ganz Südamerika sehr populäre Auto-Lotterie schon mehr als 500.000 Volkswagen Modelle finanziert.

Raúl Javales hält den Consorcio für eine ideale Art der Gemeinschaftsfinanzierung – auch für andere Wachstumsmärkte. Ein Transfer des Modells, etwa nach Russland, China oder Indien, wird bei Volkswagen Financial Services bereits diskutiert. Im Gegenzug arbeitet Raúl Javales daran, ein in Europa etabliertes Geschäftsfeld in seine Heimat zu „importieren“: das Flottenmanagement. Bislang werden Fuhrparks in Südamerika von großen Leasingfirmen nur zur Verfügung gestellt, aber nicht gemanagt. „Wenn wir brasilianischen Unternehmen Mobilität als umfassende Dienstleistung anbieten, ist das für uns ein echter Wachstumsmarkt“, ist Javales überzeugt.

Bei all diesen Zukunftsprojekten hält Raúl Javales die Fäden in der Hand. Sein Terminkalender ist randvoll. Zweimal im Monat wird er dennoch weiterhin ins „Hospital das Clínicas“ fahren, damit die Patienten nicht zu lange auf ihren Dr. Clown warten müssen.

WEITERE INFORMATIONEN
www.vwfsag.de

AUTOR
Dirk Böttcher

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