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Fein abgestimmt.

PRÄZISION UND KREATIVITÄT FINDEN ZUEINANDER

Präzision und Kreativität – ein Widerspruch? Kabaň und Smýkal bestreiten das. Kabaň erklärt: „Präzision und Kreativität sind unterschiedliche Herangehensweisen, wie Mathematik und Kunst. Dennoch finden sie zueinander. In der Kunst gibt es schließlich Bereiche, die sich mathematisch beschreiben lassen, beispielsweise Proportionen.“

„Form ist Design, und Design ist Marke“, stimmt ihm der 39-jährige Marek Smýkal zu, und als Beispiel dafür nennt er die Fronthaube mit der charakteristischen Wölbung, die bei allen Škoda Modellen das Markenlogo auf der Haube betont. Smýkal ist gleich nach seinem Hochschulstudium bei dem tschechischen Autobauer eingestiegen. Das war vor 15 Jahren. Heute ist er als Leiter des Vorrichtungs- und Werkzeugbaus verantwortlich für die exakten Maße, sauberen Kanten und makellosen Oberflächen.

SCHNITTSTELLE ZUR PRODUKTION

Kabaň und Smýkal diskutieren inzwischen über Formverläufe und Konturen anhand von Designskizzen, die der Chefdesigner zu dem Gespräch mitgebracht hat. „Auch unsere Spezialisten müssen immer wieder äußerst kreativ sein, wenn sie den Entwurf des Designers umsetzen“, so Smýkal. Dabei gilt es auch, immer wieder neue Wege zu beschreiten, zum Beispiel bei Gestaltungs- oder Entwicklungsideen, die in der Produktion nur schwer umsetzbar sind. Der Werkzeugfachmann weiß: „Physikalische Grenzen, beispielsweise eines Werkstoffs im Umformprozess, sind unerbittlich. Sie zu überschreiten würde bedeuten, Qualitätseinbußen in Kauf zu nehmen. Das kommt für uns nicht infrage.“ Der Chefdesigner nickt. Er schätzt das technische Potenzial des Werkzeugbaus – auch wenn dieser dem Gestaltungsfreiraum des Designs manchmal die notwendigen Grenzen setzt.

Jozef Kaban, Chefdesigner der Marke Škoda, teilt sein Streben nach Perfektion und Präzision mit seinem Kollegen Marek Smýkal, Leiter des Werkzeug- und Vorrichtungsbaus. (Foto)

Kabaň und Smýkal sind mittlerweile vom Werkzeugbau in das hochmoderne Designzentrum von Škoda Auto gewechselt. Hier arbeiten die knapp 70 festangestellten Designer an immer neuen Gestaltungsmöglichkeiten: Die äußere Hülle, der Innenraum, die Farben, Lacke und Materialien für die Polster, aber auch das Zubehör eines neuen Automobils werden in diesen Räumen nach strengen ästhetischen und funktionalen Gesichtspunkten entworfen. Mindestens zwei Jahre dauert es, bis die Arbeiten der Škoda Designer zu den Kunden gelangen.

Die Experten aus dem Werkzeugbau sind von Anfang an in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. Der Austausch zwischen Designern und Produktionsfachleuten ist heute Arbeitsalltag. So wie jetzt in Jozef Kabaň s Büro. Smýkal: „Meine Mitarbeiter überprüfen in einem sehr frühen Stadium die Entwürfe auf ihre Umsetzbarkeit. Sie bewerten, ob wir die Formen und Flächen, die Jozef Kabaň und sein Team entwerfen, auch tatsächlich fertigen können und welche Voraussetzungen und Bedingungen dafür nötig sind. Anhand der Entwürfe führen wir mit spezieller Hard- und Software Simulationen durch und geben der Technischen Entwicklung dann unsere Rückmeldung.“

„Das Škoda Design zeugt von dem außergewöhnlich hohen Nutzwert, von der Begeisterung für die Einfachheit, Schlichtheit und gleichzeitig von perfekter Ausführung.“ Jozef Kaban, Chefdesigner Škoda Auto (Zitat)

MASSSCHNEIDEREI IN BLECH

Dieses Zusammenspiel zwischen Design und Werkzeugbau ist für Škoda einer der Schlüssel zum Erfolg. Beide Bereiche arbeiten im gesamten Volkswagen Konzern marken- und länderübergreifend zusammen und können so aus einem großen Erfahrungsschatz schöpfen. Für die ehrgeizigen Wachstumspläne von Škoda Auto sehen sich die beiden Meister der Feinabstimmung Marek Smýkal und Jozef Kabaň deshalb bestens gerüstet. Kabaň : „Wir bauen Autos für die ganze Welt – mit großem Erfolg. Denn wir sind uns darüber im Klaren, dass die Welt nichts Abstraktes ist, sondern dass es immer um konkrete Menschen geht.“ Für diese Menschen entwirft Kabaň seine neuen Škoda Modelle, und für diese Menschen „schneidert“ Smýkal das Blechkleid: „Wie ein Herrenausstatter einen Anzug maßanfertigt, so passen wir unsere Autos den Bedürfnissen unserer Kunden in den verschiedenen Ländern an. Bis ins letzte Detail. Darauf kommt es an.“ Perfekt und präzise.

WEITERE INFORMATIONEN
www.skoda-auto.com

AUTORIN
Katrin Materna

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