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Freie Fahrt.

GPS FÜR DEN WEITBLICK

Die Nutzung von GPS-Daten sieht er in der nahen Zukunft als gute Möglichkeit, das Autofahren noch sicherer zu machen. Denn mit diesen Informationen kann der Fahrer zum Beispiel vor engen Kurven gewarnt werden. Ist er zu schnell unterwegs und absehbar, dass das Auto die Kurve nicht mehr bewältigt, könnte es selbstständig abbremsen. Eines ist Huhnke in der Diskussion um das autonome Fahren wichtig: „Unsere Motivation ist nicht, Roboterautos das Fahren beizubringen. Wir wollen mit unseren Entwicklungen das Autofahren für die Menschen im Fahrzeug sicherer und komfortabler machen.“ Jährlich 37.000 Verkehrstote allein in den USA sind Grund genug, Fahrern zu helfen, besser zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.

AUTOPILOT ALS SPUR-WÄCHTER

Autonomes Fahren ist noch ein Experiment, Zukunftsmusik, doch die Noten dafür werden gerade geschrieben. Nicht nur im fernen Kalifornien, sondern auch in der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg. Fahrerassistenzsysteme und deren intelligentes Zusammenspiel sind dort das Aufgabengebiet von Dr. Arne Bartels. Sein jüngstes Projekt heißt „Temporary Auto Pilot“, kurz „TAP“. Das System ist eine Weiterentwicklung der automatischen Distanzregelung Adaptive Cruise Control, die bereits in vielen Modellen des Volkswagen Konzerns in Serie gegangen ist. Es kontrolliert nicht nur das Tempo und den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, sondern hält das Auto auch in der Spur. Angedacht ist es zunächst nur für den Einsatz auf Autobahnen. TAP orientiert sich über Laserscanner und Kamera an Fahrbahnmarkierungen, Leitplanken, GPS-Daten und anderen Verkehrsteilnehmern. Generell gilt: Stößt das System an seine Grenzen, wird der Fahrer sofort aufgefordert, das Steuer wieder selbst in die Hand zu nehmen. Noch ist TAP Teil des europäischen HAVEit-Programms, das intelligente automatische Verkehrssysteme erforscht. Es habe jedoch, so Bartels, „das Potenzial, ein konkretes Produkt zu werden – noch in den nächsten zehn Jahren“.

„Wir geben dem Fahrer mit cleveren Assistenzsystemen einen kleinen Schutzengel mit ins Auto.“ Dr. Arne Bartels, Volkswagen (Zitat)

Bartels arbeitet eng mit seinen Kollegen im ERL zusammen. Er ist sich mit Huhnke einig: „All diese Technologien sollen auf keinen Fall den Spaß am Autofahren nehmen. Was wir wollen, ist, den Fahrer zu entlasten: In schwierigen, gefährlichen Situationen, aber ebenso im Stau oder während monotoner Autobahnfahrten“, erläutert Bartels. Denn geht es nur im Schritttempo vorwärts, steigt die Unaufmerksamkeit, der Fahrer widmet sich anderen Dingen. Gleiches gilt für lange Autobahnstrecken. Bartels: „Mit cleveren Assistenzsystemen geben wir ihm einen kleinen Schutzengel mit ins Auto.“

WEITERE INFORMATIONEN
www.volkswagenag.com

AUTORIN
Tina Rumpelt

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