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Katapult in die Moderne.

QUALITÄT „MADE IN RUSSIA“

Neben den in einer modernen, automatisierten Fertigung „eingebauten“ Kontrollen und „Qualitatsschleifen“ spielt in Kaluga wie an allen 63 Konzernstandorten die Ausbildung der Mitarbeiter eine Schlüsselrolle. Der Volkswagen Konzern brachte deshalb nicht nur Gebäude und Maschinen, sondern sein in aller Welt erworbenes Ausbildungs-Know-how mit nach Russland. „Schulen, schulen, schulen“, heißt die Maxime von Werksleiter Josef Baumert: „Bei uns kommt kein Mitarbeiter ohne intensive Ausbildung an seinen Arbeitsplatz.“ Die Ansprüche sind hoch: Jeder Bewerber muss sich in einer halbjährigen Probe- und Schulungsphase bewähren, bevor er einen Anstellungsvertrag erhält. In einer Kooperation mit dem staatlichen „Berufslyzeum Nummer 18“ unterhält Volkswagen in Kaluga zusätzlich ein Ausbildungszentrum für den Nachwuchs.

4.200 Beschäftigte fertigen bei Volkswagen in Kaluga bis zu 150.000 Fahrzeuge pro Jahr. (Zitat)

Die hohen Ansprüche, die Volkswagen an die Qualifikation der eigenen Mitarbeiter stellt, gelten auch für Zulieferer. In gründlichen Audits wird nicht nur deren Produktqualität beurteilt, sondern auch diskutiert, wie der Betrieb diese Qualität auf Dauer sicherstellen kann. „Was hilft beispielsweise die modernste Maschine, wenn es keinen Wartungsplan gibt“, erläutert Baumert. Bislang haben in Russland 31 Unternehmen die anspruchsvolle Volkswagen Lieferantenprüfung bestanden, darunter fünf rein russische Betriebe. Der Rest sind russisch-westliche Joint Ventures oder Töchter internationaler Hersteller.

Der Mensch macht’s – Neben modernen Kontroll- und Qualitätssicherungssystemen in der Fertigung (unten), spielt die Ausbildung der Mitarbeiter eine Schlüsselrolle. Volkswagen brachte sein in aller Welt erworbenes Ausbildungs-Know-how mit nach Russland. (Foto)

DER MENSCH MACHT’S – Neben modernen Kontroll- und Qualitätssicherungssystemen in der Fertigung (unten), spielt die Ausbildung der Mitarbeiter eine Schlüsselrolle. Volkswagen brachte sein in aller Welt erworbenes Ausbildungs-Know-how mit nach Russland.

Jeden Morgen um 9.30 Uhr schlägt in einem Konferenzraum in Kaluga die Stunde der Wahrheit: Dann beraten Techniker und Produktionsspezialisten per Videokonferenz Qualitätsfragen und eventuelle Probleme, die speziell den russischen Markt betreffen. Ab und zu fliegen auch Kollegen aus der Qualitätssicherung in Wolfsburg ein. Dann wird schon mal ein beliebiges Fahrzeug aus dem neben dem Werk gelegenen „nationalen Verteilungszentrum“ – mit Platz für bis zu 10.000 Autos – ausgewählt und auf Herz und Nieren geprüft. Vladislav Cheburkov hat diese Volkswagen Qualitätskultur längst verinnerlicht. Und er glaubt, dass sie für die Stadt Kaluga eine weit über das Auto hinausgehende Bedeutung hat: „Wir haben hier jetzt nicht nur neue Straßen und schöne Autos, sondern es entwickelt sich auch ein ganz neues Denken“, lobt er: Fortschritt in der ‚Ära Volkswagen‘ – das haben hier schon viele Menschen verstanden – bedeutet, dass jeder etwas erreichen kann, der sich anstrengt.“

WEITERE INFORMATIONEN
www.volkswagenag.com > Europe > Kaluga

AUTOR
Dirk Maxeiner

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