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Tack!

Scania hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben, genauso wie Schwedens Hauptstadt Stockholm. Gemeinsam entwickelt man hier den öffentlichen Nahverkehr für heute und morgen – saubere Transportsysteme und der Einsatz von Biokraftstoffen gehören dazu. Eine Bustour durch die Stadt auf Inseln zeigt, was machbar ist. Stadt, Natur und Mensch sagen „Tack!“ – „Danke schön!“.

Tack! [‹schwed.› Dankeschön!] (Grafik)

In den Tagen vor der Fototour hatte es in Stockholm geschneit, dann bis kurz vor dem Termin ohne Unterlass geregnet. Als aber der rote Stadtbus vorfährt und der Fotograf die Kamera auspackt, reißt die Wolkendecke auf. Plötzlich wirkt das Wasser, das das mittelalterliche Altstadtviertel Gamla Stan umgibt, nicht mehr grau, sondern silbern. Sattes Blau spiegelt sich darin. Sie kann losgehen, die Fahrt mit dem Ethanol-Linienbus durch Schwedens Hauptstadt.

Die leuchtend roten Stadtbusse sind ein Symbol für das, was in der Metropole an der Ostsee schon lange gelebt wird: Nachhaltigkeit im öffentlichen Nahverkehr. Schon 1989 rollte die erste Ethanol-Bus-Testflotte durch Stockholm, natürlich aus dem Hause Scania. Die Busse des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers prägen seit 100 Jahren das Bild der Hauptstadt. Der Erfolg des frühen „grünen“ Verkehrs: Heute sind 75 Prozent der Stockholmer „öffentlich“ unterwegs – mit der U-Bahn „Tunnelbana“, auf Fähren oder im Bus. Alle städtischen Nahverkehrsbusse fahren entweder mit Bioethanol oder Erdgas, wie übrigens auch 40 Prozent der in der Stadt zugelassenen Personenwagen. Scania hat wesentlich dazu beigetragen, den Stockholmer Verkehr sauberer zu machen: Mehr als 600 Bioethanol-Busse lieferte der Nutzfahrzeugbauer seit 1989 an die Stadtverkehrsbetriebe aus.

STOCKHOLM MACHT SCHULE

Vorfahrt für die „Öffentlichen“ – das ist ein wesentlicher Grundsatz des von der Stadt Stockholm und Scania entwickelten Konzepts „Bus Rapid Transit“, dank dessen die Busse auf eigenen Fahrspuren und in sehr kurzen Taktzeiten unterwegs sind. Dieses Konzept wird mittlerweile auch in anderen Metropolen umgesetzt, darunter Bangkok in Thailand, Curitiba in Brasilien und Bogotá in Kolumbien. Damit auch die Menschen im südafrikanischen Johannesburg in Zukunft schnell und umweltfreundlich unterwegs sind, lieferte Scania jüngst 143 moderne Stadtbusse in die Millionenmetropole – alle motorisiert mit verbrauchsarmen Dieselantrieben.

In Stockholm nimmt der Bus gerade Kurs auf das Königliche Stadtschloss – mit seinen mächtigen Mauern ein nicht sehr heimeliger, dafür aber umso imposanterer Bau. Es ist Werktag, Rushhour, aber der Verkehr fließt. Ein paar Autos stehen an der Ampel, die alle Wartenden aber schon in der nächsten Grünphase passieren lässt. Seit 2007 erhebt die Kommune für Fahrten in die Innenstadt eine Maut. „Das war am Anfang für viele eine Umstellung“, erinnert sich Jonas Strömberg. „Aber manchmal muss man unbequeme Wege gehen, um etwas Sinnvolles zu erreichen.“ Strömberg, als Director of Sustainable Solutions Vordenker für nachhaltige Lösungen bei Scania, begleitet uns auf der Stadttour, zusammen mit Björn Westman, Chef-Motorenentwickler des Unternehmens.

„Nachhaltigkeit ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte.“ Björn Westman, Scania Chef -Motorenentwickler (Zitat)

Strömberg ist ein Mann der ersten Stunde. In den Neunzigerjahren arbeitete er bei den Verkehrsbetrieben an den heute als zukunftsweisend geltenden Stockholmer Konzepten mit. Die Idee des nachhaltigen Transports hat ihn auch bei Scania nicht losgelassen. Mit seinem Kollegen Westman ist sich Strömberg einig: Nachhaltigkeit ist das Ergebnis vieler kleiner Schritte. Und zwar vor Ort, wie hier in seiner Heimatstadt Stockholm.

Der Bus mit seinem 270 PS starken 9,0-Liter-Dieselmotor fährt vorbei am Reichstag, dem Sitz des schwedischen Parlaments. Nächster Stopp: die Insel Riddarholmen, wo prachtvolle Stadthäuser die Uferstraße säumen. Von dort ist der Blick frei über das Wasser bis hin zum Rathaus mit seinem 106 Meter hohen Turm. Im „Stadshuset“ findet jährlich das Nobelpreis-Bankett statt. 1911 hielt dort die frischgebackene Chemie-Nobelpreisträgerin Marie Curie eine Rede. Im selben Jahr fuhr der erste von Scania gebaute Bus durch die Stadt.

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